XI KANT KONGRESS, XI Congresso Kantiano Internazionale

Zur Unmöglichkeit der logica probabilium: Kant und Fries

Luigi Cataldi Madonna

Edificio: Palazzo dei Congressi
Sala: sala Beccaria
Data: 22 maggio 2010 - 17:00
Ultima modifica: 11 aprile 2010

Abstract

Kant und Fries zufolge ist das Prinzip der Gleichmöglichkeit aller Fälle – auf der die Wahrscheinlichkeitsrechnung basiert – nichts anderes als eine mathematische Abstraktion, die nicht auf die Wirklichkeit angewandt werden kann, wo die Fälle dagegen immer ungleichartig sind. Man muss zwischen einer mathematischen und einer philosophischen Wahrscheinlichkeit unterscheiden, die sich nicht in Zahlenwerten ausdrücken lässt. Nur der Mathematiker kann die Wahrscheinlichkeitsgrade mit Gewissheit bestimmen, während der Philosoph sich mit der Scheinbarkeit zufrieden geben muss. Die Erarbeitung einer Logik des Wahrscheinlichen, welche die Ereignisse der Welt zum Gegenstand hat, erscheint als unmögliches Unterfangen. Fries versucht zu zeigen, dass alle Wahrscheinlichkeitstheorien auf einer falschen, sensualistisch geprägten Theorie der Induktion beruhen, die den notwendigen Einfluss von Maximen a priori bei induktiven Verfahren unberücksichtigt lässt.