XI KANT KONGRESS, XI Congresso Kantiano Internazionale

Die Kantische Ästhetik und das Denken der Endlichkeit

Berta M. Pérez

Edificio: Facoltà di Agraria
Sala: sala Locke
Data: 23 maggio 2010 - 17:00
Ultima modifica: 12 aprile 2010

Abstract

Die Kritik der Urteilskraft sucht den Grund allen Urteilens, der Verbindung aller Gegensätze. Sie konzentriert sich auf die reflektierenden Urteile, da sich hier das Urteilen in seiner Reinheit zeigt. Das ästhetische Urteil zeichnet sich durch das Fehlen jeden bestimmten Begriffs aus. Daraus entstand der Verdacht, es könne sich als irrational erweisen. Um dies zu vermeiden, wurde die kantische ästhetische Erfahrung manchmal der moralischen angeglichen. Ich versuche aufzuzeigen, dass diese Strategie Kant letztlich in bloße Vorwegnahme Hegels verwandelt, und dass man der Eigentümlichkeit seiner Ästhetik nur gerecht wird, wenn man annimmt, dass er hier eine Beziehungsart zwischen den Gegensätzen erahnt, die das Urteilen auf einem endlichen Subjekt „begründet“ und die damit den Grundstein der Postmoderne legt.