XI KANT KONGRESS, XI Congresso Kantiano Internazionale

"Was mit den formalen Bedingungen der Erfahrung übereinkommt, ist möglich" (KrV, A 216/B 265). Vorgeschichte und Bedeutung einer Definition

Giuseppe Motta

Edificio: Facoltà di Agraria
Sala: sala Wolff
Data: 24 maggio 2010 - 14:30
Ultima modifica: 13 aprile 2010

Abstract

Kant definiert das Mögliche als das, was mit den formalen Bedingungen der Erfahrung übereinkommt (KrV, A 218/B 265). Ziel des Vortrages ist, möglichst genau festzustellen: 1. in welchen Jahren und aus welchen Gründen Kant das Mögliche zum ersten Mal in oben genannter Weise definiert; 2. inwiefern Kant sich dadurch von den anderen, damals bekannten Definitionen des Möglichen (man denke zum Beispiel an die klassischen Bestimmungen dieses Begriffes bei Leibniz, Wolff oder an die ganz originelle bei Lambert) differenziert; 3. welche Funktion diese Definition im System der Kritik der reinen Vernunft bekommt. Da die Möglichkeit ohne Zweifel der wichtigste Begriff innerhalb der Metaphysik und der Ontologie des XVIII. Jahrhundert war und Kant selbst in den „Postulaten des empirischen Denkens überhaupt“ eine neue Theorie der Objektivität entwickelt, würde dieser Beitrag m. E. am besten in die 4. Sektion des Kongresses (über Metaphysik und Ontologie) passen.