XI KANT KONGRESS, XI Congresso Kantiano Internazionale

Der Zweck an sich selbst und die Deduktion des kategorischen Imperativs

Rocco Porcheddu

Edificio: Palazzo dei Congressi
Sala: sala Beccaria
Data: 24 maggio 2010 - 17:00
Ultima modifica: 13 aprile 2010

Abstract

Nach wie vor wird in der Forschung zur Grundlegung zur Metaphysik der Sitten kontrovers diskutiert, ob die Deduktion des kategorischen Imperativs bereits mit dem Nachweis praktisch-transzendentaler Freiheit abgeschlossen ist oder nicht. Zentral in dieser Debatte ist die Interpretation von Kants so zu nennender Analytizitätsthese von Freiheit und Sittlichkeit. Es werden zwei Interpretationen der Analytizitätsthese, die von Dieter Schönecker und Klaus Steigleder vorgestellt und zur Analyse stehen. In der Interpretation von Klaus Steigleder steht das Verhältnis von Zweck an sich selbst und Geltung des kategorischen Imperativs im Fokus der Argumentation. Ziel des Vortrags ist es zu zeigen, dass Steigleders Interpretation durch eine genaue Analyse des Begriffs des Zwecks an sich selbst in seinem Verhältnis zur Deduktion stärker gemacht werden kann, als er selbst dies tut. Hierbei geht es aber nicht um eine Widerlegung Schöneckers, sondern vielmehr um eine Differenzierung der zugrunde liegenden Problemstellung.