XI KANT KONGRESS, XI Congresso Kantiano Internazionale

Bemerkungen zum philosophisch-historischen Aspekt der Kritik der Urteilskraft

Clélia Aparecida Martins

Edificio: Palazzo dei Congressi
Sala: sala Torricelli
Data: 26 maggio 2010 - 14:30
Ultima modifica: 13 aprile 2010

Abstract

In der Kritik der Urteilskraft erklärt Kant, dass es bestimmende Phänomene der Natur gibt, welche sich unter eine universelle Regel ordnen zu lassen scheinen. Von diesem Ausgangspunkt aus ergibt sich die Frage nach der systemischen Einheit der Naturzwecke, in deren Bereich die reflexive Urteilskraft einen “letzten Zweck der Natur” zu entdecken sucht, als welchen Kant die Menschlichkeit (§ 82) und die Kultur der Menschheit (§ 83) aufzeigt. Dieser Gedanke in der dritten Kritik führt zu einer historisch-philosophischen Synthese, die in diesem Text versuchsweise vorgestellt wird, wobei zunächst von der Konzeption der Natur als ein System und dessen teleologischem Zweck ausgegangen wird, danach die Kultur als Endzweck der Natur verstanden wird, die dazu da ist, die teleologische Ganzheit mit dem Verständnis der Schöpfung als Endzweck zu ergänzen, von wo schließlich die Teleologie zur Theologie führt.