XI KANT KONGRESS, XI Congresso Kantiano Internazionale

"Factum der Vernunft". Zu einer Parallele zwischen Kant und mittelalterlichem Denken (Johannes Buridan)

Gerhard Krieger

Edificio: Palazzo dei Congressi
Sala: sala Torricelli
Data: 23 maggio 2010 - 14:30
Ultima modifica: 13 aprile 2010

Abstract

Im gegenwärtigen Streit um die Freiheit des Menschen scheint ein subjektives Bewusstsein derselben unbestritten, kontrovers ist, inwieweit dieses Bewusstsein sich nur als Schein erweist. Dieses Freiheitsbewusstsein spricht Kant in seiner Lehre vom "Factum der Vernunft" an. Im Zusammenhang damit betont er, dass "die objective Realität des moralischen Gesetzes durch keine Deduction […] bewiesen" werden könne. Im Blick auf diese Auffassung verfolgt der Beitrag zwei Ziele: zum einen soll Kants betreffende Auffassung im Lichte ihrer gegenwärtigen Deutung zur Darstellung gelangen. Zum zweiten wird auf eine mittelalterliche Auffassung, nämlich die des Johannes Buridan, aufmerksam gemacht werden, die ihrerseits eine der Auffassung Kants vergleichbare Position vertritt.