XI KANT KONGRESS, XI Congresso Kantiano Internazionale

Das Erfahrungsurteil: nebensächliche Anekdote oder Schlüssel des Kantschen Denkens?

Claudia Marìa Laos

Edificio: Palazzo dei Congressi
Sala: sala Rousseau
Data: 22 maggio 2010 - 14:30
Ultima modifica: 09 aprile 2010

Abstract

Abstract: Der von Kant in der Kritik der reinen Vernunft kaum verwendete Begriff des 'Erfahrungsurteils' nimmt bekanntlich in den Prolegomena eine zentrale Stellung ein. Kants Urteilslehre bietet eine Richtschnur zur Erläuterung des wahren Orts, der diesem Begriff im Zusammenhang seiner Überlegungen über die Möglichkeit synthetischer Urteile a priori zukommt. Man findet in der Kritik der reinen Vernunft drei verschiedene Auffassungen vom Urteil, die hier a) die vergleichende, b) die vermittelnde und c) die objektivierende genannt werden. Die Erforschung derselben zeigt, dass die objektivierende Kants originellste und reifste Urteilsauffassung ist, und dass sie in Verbindung zu der vermittelnden Urteilsauffassung und zu den entsprechenden Passagen der Prolegomena wichtige Anhaltspunkte für die Interpretation des Erfahrungsurteils als Spezifikation des synthetischen Urteils a priori liefert.