XI KANT KONGRESS, XI Congresso Kantiano Internazionale

Welche "Natur" gibt der Kunst die Regel? - Kant als Denker der Sprachlichkeit von Kunst

Max Gottschlich

Edificio: Palazzo dei Congressi
Sala: sala Diderot
Data: 22 maggio 2010 - 14:30
Ultima modifica: 13 aprile 2010

Abstract

Die KU eröffnet die Perspektive auf einen spekulativen Vernunftbegriff, in welchem sich Vernunft als Selbstvermittlung fasst. Dies soll hinsichtlich der Lehre von der Kunst und dem Originalgenie näher herausgestellt werden. So wird zu zeigen sein, dass in der transzendentalen Begründung des Kunstschönen die Grundbestimmungen des ontologischen Mimesis-Prinzips (Kunst als Darstellung des wahrhaften Wesens) wiederum zur Geltung gelangen. Vor diesem Hintergrund soll näher der merkwürdige Rückbezug der Kunst und des Genies auf die „Natur“ in § 45 und 46 der KU betrachtet werden. Die These dabei ist, dass „Natur“ für das „übersinnliche Substrat“, mithin für die eigentümliche Logizität der Kunst steht, die als ihre Sprachlichkeit zu interpretieren ist. Von da her soll der bei Kant vorausgesetzte spekulative Vernunftbegriff näher beleuchtet werden.