XI KANT KONGRESS, XI Congresso Kantiano Internazionale

Bemerkungen hinsichtlich des Arguments über die objektive Gültigkeit der Relationskategorien im Kants Duisburgischen Nachlass

Fernando Moledo

Edificio: Palazzo dei Congressi
Sala: sala Rousseau
Data: 26 maggio 2010 - 17:00
Ultima modifica: 13 aprile 2010

Abstract

Kant befasst sich in Duisburgischem Nachlass (ca. 1775) mit dem Problem der objektiven Gültigkeit der Kategorien. Jedoch besteht keine Übereinstimmung über die Frage, was für ein Argument über dieses Problem dort entwickelt wird. In diesem Beitrag ziehe ich zuerst zwei Antworten auf diese Frage in Betracht, die ich als transzendentale (Th. Haering, 1910) und substantielle (W. Carl, 1990) Interpretation bezeichne. Der Ersteren zufolge habe Kant schon damals die Gültigkeit der Kategorien anhand der transzendentalen Apperzeption bewiesen. Der Zweiten nach habe er hingegen 1775 dieses Problem kraft der substantiellen Natur des Ichs erläutert. Daraufhin schlage ich vor, dass Kant damals die objektive Gültigkeit der Kategorien anhand des Bewusstseins des identischen Ichs als einer notwendigen Bedingung der Apperzeption erklärte, auch wenn er das Ich immer noch als eine Substanz betrachtete.