XI KANT KONGRESS, XI Congresso Kantiano Internazionale

Weltbürger und Philosoph im Garten – Wie stoisch ist die kantische Geschichtsphilosophie?

Andree Hahmann

Edificio: Palazzo dei Congressi
Sala: sala Torricelli
Data: 26 maggio 2010 - 14:30
Ultima modifica: 13 aprile 2010

Abstract

In seiner "Idee zu einer allgemeinen Geschichte in weltbürgerlicher Absicht" gibt Kant gegen das epikureische Ungefähr zu bedenken, ob es wohl vernünftig sei, Zweckmäßigkeit in den Teilen aber nicht im Ganzen vorauszusetzen. Stattdessen schlägt er vor, die Geschichte der menschlichen Handlungen unter der Perspektive einer „Naturabsicht“ zu lesen. Es soll gezeigt werden, dass Kant mit dieser Alternative die stoische Vorsehung im Blick hat. Diese beinhaltet sowohl das Moment der göttlichen Voraussicht, als auch das der planenden Fürsorge für die Welt und den Menschen. Bereits in der Antike ist diese Behauptung angesichts der vielen offensichtlichen Übel, denen die Menschen ausgesetzt sind, auf heftigen Widerstand gestoßen. Es wird daher gezeigt, dass Kant sich nicht nur der stoischen Vorsehung annimmt, sondern darüber hinaus auch eine einzigartige Lösung zu den damit verknüpften Problemen liefert.