XI KANT KONGRESS, XI Congresso Kantiano Internazionale

Kant über den Begriff des Glücks

Clemens Schwaiger

Edificio: Palazzo dei Congressi
Sala: sala Fermi
Data: 24 maggio 2010 - 14:30
Ultima modifica: 13 aprile 2010

Abstract

Im vorliegenden Beitrag wird versucht, Kants (in der Forschung bislang nur selten einmal reflektierte) Begriffstheorie des Glücks zu rekonstruieren, d. h. seine diversen Antworten auf die Frage zu systematisieren, um welche Art von Begriff es sich bei dem Allerweltswort 'Glück' oder 'Glückseligkeit' eigentlich handelt. Dieser häufig bloß als Sammeletikett fungierende Name sieht sich in einer wissenschaftlich entzauberten Welt dem fundamentalen Einwand ausgesetzt, ein bloß 'usurpierter Begriff' ohne gültigen Rechtsgrund zu sein. Mit Hilfe der Termini technici 'Idee' bzw. 'Ideal der Einbildungskraft' gelingt es Kant indes, die konstitutive Unbestimmtheit des Glücksbegriffs auf eine originelle Weise zu fassen. Zudem vermag er damit zwischen den Extrempositionen einer rein empirischen Glückskonzeption einerseits und einer allzu rationalistischen Glücksauffassung andererseits zu vermitteln.