XI KANT KONGRESS, XI Congresso Kantiano Internazionale

Kants Denken vom radikalen Bösen

Fumiyasu Ishikawa

Edificio: Palazzo dei Congressi
Sala: sala Fermi
Data: 26 maggio 2010 - 17:00
Ultima modifica: 13 aprile 2010

Abstract

Wenn man sagt, dass das Böse als einer Zentralbegriffe der Ethik Kants gilt, so mag dies einen befremdenden Eindruck erwecken, da man sich in einem solchen Fall normalerweise eher an den Begriff des guten Willens vorstellt, den Kant ohne Einschränkung für gut hiehlt. In meinem Beitrag wird erstens die Kontinuität des Problems des Bösen bei Kant seit der "Nova dilucidatio" bis zur späten "Religionsschrift" aufgewiesen. Zweitens wird ein neues Licht auf den Begriff des sogenannten radikalen Bösen in der späten "Religionsschrift" hinsichtlich der Terminologie der anderen damaligen Wissenschaften (wie Mathematik, Biologie, Medizin, Geographie u.a.) geworfen, die Kant tatsächlich verwandte, indem versucht wird, das Rätsel der scheinbar widersprüchlichen Aussagen Kants zu lösen: das radikal Böse sei angeboren, dennoch zugleich erworben.